Der Chargenkochprozess ist in vielen Werken gut abgestimmt, optimiert und höchstwahrscheinlich in gutem Zustand. Dennoch besteht erhebliches Verbesserungspotenzial, insbesondere zur Minimierung von Produktions- und Qualitätsverlusten bei schwierigen Situationen im Kochhaus (z. B. beim Entleeren eines Kochers, beim Ausgleich des Dampfverbrauchs, bei der Sequenzierung der Kocher, wenn einer außer Betrieb ist usw.).
Das Sequenzprogramm, das für die Produktion im Kochhaus verantwortlich ist, kann nicht im laufenden Betrieb getestet oder abgestimmt werden. Eine effektive Methode besteht darin, ein virtuelles Kochhaus zu steuern. Die Reaktion des Reglers auf nahezu alle schwierigen Szenarien kann mithilfe der Simulation sicher getestet und optimiert werden.
Die Funktionalität des „Kochhaus-Sequenzprogramms“ kann mit Hilfe des „Virtuellen Kochhauses“ getestet und angepasst werden.

Der Benutzer des virtuellen Kochhauses kann alle gefährlichen Bedingungen simulieren, die die Sequenzierung eines bestimmten Kochers stören, und die Reaktion des Steuerprogramms beobachten. Das virtuelle Kochhaus besteht aus einzelnen Kochern, die den Kochprozess simulieren, der durch Holzfeuchtigkeit, Konzentration der Kochchemikalien, Dampfdruck und andere relevante Prozessvariablen und -einschränkungen beeinflusst wird.

Mehrere Kriterien sind wichtig, um die Ergebnisse des Steuerprogramms zu bewerten: Delignifizierung (Kappa-Zahl), Dampfverbrauch, Gleichmäßigkeit des Dampfverbrauchs und natürlich die Verfügbarkeit von Ressourcen wie freie Entleerungsleitung und ausreichender Platz im Blasentank. Dieser Ansatz macht das Sequenzprogramm bereit, auch schwierige Bedingungen im Kochhaus zu bewältigen.